Jugendgruppen-Jahr 2013

Besuch in der Vogelsammlung des NHM Basel, 23.01.2013

Unter der Leitung von Raffael Winkler bestaunten wir heute die x-Tausend Vogelpräparate in den Kellern des Naturhistorischen Museums in Basel. Darunter unter anderem den aus dem Zürichsee gefischten Langschnabelalk, einen Löffelstrandläufer sowie verschiedene Paradiesvögel. Geschockt waren wir hingegen von den zerstörten Greifvogelpräparaten, welchen der "Vogelfedernsammler" Federn oder gleich ganze Flügel ausgerissen hatte!

Dreiländereck und Altrhein, 27.01.2013

Die Grippewelle hatte voll eingeschlagen und so standen wir am Schluss nur zu dritt vor der Dreiländerbrücke in Weil am Rhein. Umso motivierter fingen wir in Huningue an zu beobachten. Wintergäste entlang des Rheins waren unser Ziel.
Schon bald fanden wir das altbekannte Spiessenten-Weibchen unter den Stockenten. Auch einen Girlitz konnten wir auf einem angrenzenden Parkplatz finden. Leider war keine der zahllosen Lach-und Sturmmöwen beringt, also machten wir uns mit dem Velo auf den Weg Richtung Isteiner Rheinschwellen. Dort angekommen fingen wir an zu zählen, und zwar jeden Wasservogel bis und mit Märkter Stau. Zwischen den Isteiner Schwellen und dem Märkter Stau hatten wir einiges: Neben 8 Entenarten, mit Löffel-, Schell- und Spiessenten, auch Graugänse, Silberreiher, Bergpieper und Eisvogel. Auch ein Wanderfalke flog über unsere Köpfe.
Am Märkter Stau waren dann mit über 40 Pfeifenten und sogar noch etwas mehr Schnatterenten, um die 50, weitere spannende Arten anwesend. Auch Nilgänse, Bergstelze und ein weiterer Eisvogel liessen sich blicken. Den gemischten Tafel-Reiherenten-Schwarm auszuzählen war gar nicht so einfach, aber auch das geht mit ein bisschen Übung und Zeit.
Das Wetter und die Vögel am Rhein präsentierten sich von ihrer besten Seite auf unserer kleinen Velotour und so machten wir uns zufrieden auf den Heimweg.

 

Magden mit der JG Wendehals, 23.03.2013

Zusammen mit der JG Wendehals beobachteten wir heute in Magden. Trotz eher unfreundlichem Wetter konnten wir u.a. mehrere Gimpel und zwei Fichtenkreuzschnäbel wunscherschön beobachten. Zum Schluss gab es dann sogar noch grillierte Klöpfer! Herzlichen Dank fürs Organisieren (inkl. Verpflegung) an die Wendehälse!!

Tüllinger Hügel, 21.04.2013

Auf die Suche nach Wendehals, Zaunammer und Gartenrotschwanz ging die Jugendgruppe los in Richtung Riehen. Der Tüllinger Hügel versprach viel und die Vorfreude auf einen Tag Frühlingsgefühle war gross.

Am Hügel angekommen, konnten wir sogleich zwei metallische, klappernde Triller hören. Die ersten zwei Zaunammern! Nicht viel später sahen wir dann auch den ersten der gerade erst aus der Sahelzone zurückgekommenen Gartenrotschwänze und einen Wendehals, denn wir wunderschön beim Rufen beobachten konnten. Auch weitere Zaunammern liessen sich sehen, insgesamt haben wir 5 Zaunammer-Reviere gefunden, zweimal konnten wir das Männchen sogar mit dem Weibchen zusammen sehen.

Da wir dann noch Zeit hatten, entschieden wir uns spontan für einen Runde in den Langen Erlen. Es lohnte sich, beobachteten wir doch neben einem fotogenen Mittelspecht auch mehrere rastende Trauerschnäpper, davon viele im OGB-Reservat. Weiter fanden wir eine Felsenschwalbe, die an der Wiese zusammen mit Rauschwalben jagte, sowie einen singenden Waldlaubsänger, ein Highlight für viele von uns.
Die "Tüllinger Hügel" Arten, der fotogene Mittelspecht und ein Waldlaubsänger - es war ein guter Frühlingsmorgen!

 

Pfingstlager im Wallis, 18-20.05.2013

Samstag

Früh am Samstag fuhren wir mit dem Zug in Richtung Wallis. In Leuk angekommen machten wir uns auf in Richtung Felder und zur Alten Rhone. Dort flog plötzlich ein Purpurreiher über unsere Köpfe, tief fliegend und schwer am kämpfen gegen den starken Wind. Nicht einmal eine Minute später folgte ihm auch noch ein Nachtreiher. Silberreiher, Seidenreiher und Graureiher vervollständigten das Reiherquintett, begleitet von Bienenfressern und ihren typischen Rufen. Auf den Feldern fanden wir Turteltauben, Feldlerchen, viele Bluthänflinge und eine Wachtel.
Für die Nacht machten wir uns via Sion auf nach Les Haudères, wo wir im Chalet der Familie Eichhorn nicht nur ein Bett, sondern auch etwas feines zu Essen vorfanden. In der Umgebung des Chalets konnten wir noch Neuntöter beobachten und am Abend, auf einer vergeblichen Kauzsuche, viele Hirsche und Gämsen.
Sonntag
Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich früh aufstehen, aber für die Leiter war der neu gefallene Schnee und der Schneeregen nicht wirklich motivierend und die geplante Hochgebirgsexkursion sowieso nicht möglich.
Stattdessen machten wir uns wieder auf nach Leuk. Im (verschneiten!) Waldbrandgebiet sang der Gartenroschwanz, Wendehals und auch ein Steinhuhn meldete sich. Zitronenzeisige und Ringdrosseln waren schön zu sehen und eine schwanzlose Singdrossel sorgte für einige Verwirrung.
Später gingen wir in Richtung Satellitenschüsseln und entdeckten einen sitzenden Steinadler und, weit oben, einen Birkhahn. Plötzlich sahen wir zwei Falken im Wind, einer ein Baumfalke, der andere ein weiblicher Rotfussfalke! Später suchten wir bei der Hohen Brücke einen Mauerläufer und nach einigem Warten tauchte dann tatsächlich auch einer auf. Mit diesem Highlight endete dann auch unser zweiter Tag in Leuk und es war Zeit ins Chalet zurückzufahren.
Montag
An Montag standen wir dann wirklich um 5 Uhr auf und fuhren nach Villa an einen Südhang etwas oberhalb von Les Haudères. Braunkehlchen, Steinschmätzer und Baumpieper waren erste Arten. Plötzlich winkte uns Nicolas zu sich, er hatte zwei Alpenkrähen gefunden! Zurück im Chalet packten wir unsere Sachen und nahmen dann in Sion das letzte Mal den Zug nach Leuk. Wir hörten Teich-, Sumpf- und Drosselrohrsänger und einen Orpheusspötter und Sylvain fand auch noch eine in grosser Entfernung kreisende Alpenkrähe. Bei der Alten Rhone zeigte sich, neben Nacht- und Purpurreiher, kurz eine Zwergdommel. Stefan fand einen Kuhreiher und wollte Valentin anrufen, der sich scheinbar mit den restlichen Leitern ausruhte. Doch auch dieser war nicht untätig geblieben und hatte einen Gelbspötter gefunden. Nachdem Valentin den Kuhreiher gesehen hatte, rannten wir alle mit ihm zum Gelbspötter und jeder konnte seinen an einen Gameboy erinnernden Gesang hören. Diese letzten Höhepunkte - der Kuhreiher war unsere siebte Reiherart am gleichen Tag! - waren eine schöne Ergänzung zu unserer stattlichen Artenliste mit Highlights wie Rotfussfalke, Steinhuhn, Alpenkrähen und vielem mehr. Das Lager im Wallis war ein voller Erfolg. Massgeblich zum Gelingen beigetragen hat die Familie Eichhorn mit Unterkunft und Essen. Für diese nicht selbstverständliche und tolle Hilfe möchten wir uns im Namen des gesamten Jugendgruppe ganz herzlich bedanken!
von Dominic und Valentin

Besuche in der Alpensegler-Kolonie am 26. Juni und 18. Juli

18.Juli
Am 18.Juli besuchten wir die Alpensegler noch einmal um die restlichen Jungen zu beringen. Begleitet wurden wir diesmal von den Wendehälsen aus Magden und Umgebung. 
Wir mussten jedoch mit Ernüchterung feststellen dass das schlechte Wetter im Frühling seinen Zoll gefordert hat: Von den ohnehin nur wenigen Jungen am 26. Juni war nur noch eines übrig. Für uns zugänglich ist nur etwa die Hälfte der Kolonie, wir wissen also nicht genau, wie viele Junge insgesamt pro Jahr flügge werden. Die Tatsache, dass höchstens ein junges im zugänglichen Teil der Kolonie überlebt, zeigt jedoch deutlich, dass dies ein katastrophales Jahr für die Alpensegler ist. Da Alpensegler aber ziemlich alt werden können, ist ein schlechtes Jahr noch lange nicht der Untergang der Kolonie.
Zusammen mit den Wendehälsen konnten wir immerhin einige Adulte beringen und ihnen so diese blitzschnellen Insektenjäger über Basel ein bisschen näher bringen.
von Valentin

 

26.Juni
Heute trafen wir uns am Barfüsserplatz und gingen zu unserer Alpenseglerkolonie. Dort angekommen fanden wir zwar viele Nester - die meisten waren jedoch unbenutzt! Grund dafür war wahrscheinlich das nasskalte Wetter in diesem Frühjahr! Ein paar kleine Alpensegler aus insgesamt 5 Nestern waren aber doch da. Diese haben wir dann gewogen und vermessen. Ale Kinder durften sogar einen in die Hand nehmen. Wir haben die neuen Nester nummeriert und geschaut wie viele Eier und Junge es in den Nestern hat.

 

Neben den Alpenseglern sind aber auch noch Parasiten da, die den jungen Alpensegler das Blut absaugen (Lausfliegen). Sylvain, Milan, Fabrice, Jaro, Samuel, Nicolas und ich haben so viele Parasiten wie möglich gefangen, um den Alpenseglern zu helfen. Bei allen gefundenen Parasiten handelte es sich dabei um die Alpensegler-Lausfliege. Diese ist - wie der Name schon sagt, spezialisiert auf Alpensegler.

 

Es war eine schöne Exkursion und wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch bei der Alpenseglerkolonie.
von Dominic

Salhöhe, 25.08.13

Heute fuhren wir mit Zug und Bus via Gelterkinden auf die Salhöhe an der Kantonsgrenze von Solothurn und Aargau. Die Salhöhe ist ein relativ unbekannter Greifvogeldurchzugspunkt.
Wir stellten uns beim Salhof auf und warteten auf durchziehende Greifvögel. Schon bevor wir uns richtig „installiert“ hatten, entdeckten wir schon den ersten durchziehenden Wespenbussarde. Am Morgen beobachteten wir immer wieder Wespenbussarde, maximal 4 Individuen zusammen. Einige fühlten sich von den Jurahügeln in Balzstimmung versetzt und zeigten Girlandenflüge.
Unser Standort ermöglichte, dass wir einzelne Individuen sehr lange und ausführlich studieren konnten bis sie schlussendlich direkt über unsere Köpfe zogen. Auch ein durchziehender Sperber, Rotmilane und Mäusebussarde sorgten immer wieder für Aufregung. Als es gegen Mittag ein bisschen ruhiger wurde und auch kurze Regenschauer auftauchten, wendeten wir uns den Heuschrecken zu. Das Fangen bereitete einigen von uns viel Spass. Wir fanden unter anderem Lauchstrecken Mecostethus parapleurus und Gemeine Strauchschrecken Pholidoptera griseoaptera. Doch glücklicherweise waren Samuel und Rafael trotz ruhigem Zug immer noch unablässig am Suchen. Und das zahlte sich aus: Samuel konnte eine Raubmöwe finden! 1min 30s konnten wir ihr beim Ziehen zusehen, wie sie immer näher kam und im letzten Moment doch nicht direkt über uns zog. Rafael und ich bestimmten sie beide als immature Schmarotzerraubmöwe. Und das war nicht nur das unbestrittene Highlight, sondern auch mehr oder weniger der Start einer Flaute mit nur noch wenigen Wespenbussarden. Wir entschieden uns in das Dorf hinunterzulaufen, was mit einem Baumfalken belohnt wurde.
Ein Meeresvogel in sanften Jurahügeln – ein unvergesslicher Jugendgruppenanlass!    

von Valentin

Birdrace 2013, 6-7.9.13

Unter vollem Körper- und Materialeinsatz (siehe Bild) ist es uns erneut gelungen, die magische 100er Grenze zu knacken! Nach 24 Stunden und Beobachtungen in Oberu, Brentjong, Leuk sowie am Klingnauer Stausee fanden sich 106 respektive 105 Arten auf den Listen der beiden Teams Bebbi Babbler 1 & 2. Dies entspricht dem 10. und 12. Rang von insgesamt 26 Teilnehmerteams (hier gehts zur Rangliste)! 

 

Dem Siegerteam «CH Club300» gratulieren wir zur atemberaubenden Anzahl von 137 beobachteten Arten!

 

Bericht Bebbi Babbler 1

 

Nachdem wir in den letzten Jahren jeweils erst am Samstag morgen gestartet sind, galt es dieses Jahr so richtig ernst: Bereits am Freitag Nachmittag trafen wir uns zusammen mit den Bebbi Babbler 2 in der Schalterhalle des Bahnhofes Basel. Die gemeinsame Reise führte uns per Bahn und Bus über Leuk bis nach Guttet. Von dort aus wanderten wir in der beginnenden Dämmerung noch weiter in die Höhe bis zu einem für uns perfekt geeigneten Picknickplatz mit Grillmöglichkeit. Hier konnten wir unsere Zelte aufstellen und erfreuten uns danach an grillierten Merquez-Würstchen – der perfekten Stärkung für den nächsten Tag. Da der anschliessende Verdauungsspaziergang ohne ornithologische Beobachtungen blieb, legten wir uns mit noch Null Arten in die Schlafsäcke.

Wenige Stunden später und noch in der kompletten Dunkelheit bauten wir bereits wieder die Zelte ab und hetzten weiter den Hang hinauf – bis wir im ersten Licht die Waldgrenze erreichten und dank warnenden Rotkehlchen, Misteldrosseln und Zippammern endlich die ersten Kreuze auf unsere Artenliste machen konnten. Die nächsten Stunden wanderten wir von Oberu aus durch den Bergwald und die Waldbrandfläche wieder talwärts – immer auf der Suche nach neuen Arten. Dazu gehörten unter anderem auch 2 Zitronengirlitze, die die Bebbi Babbler 2 nicht fanden und die uns – wie sich später herausstellen sollte – einen nicht mehr einzuholenden Vorsprung bescherten.

Nach einer Kurzrast in Brentjong (Zaunammer) und anschliessender Busfahrt nach Leuk profitierten wir vom Gratis-Mietveloangebot von Wallis Tourismus um einen Abstecher zu den Teichen auf dem Leukerfeld zu machen., wo wir prompt einen Nachtreiher, einen Neuntöter und viele Schwarz- und Braunkehlchen entdeckten.

Die nächsten Stunden waren etwas ruhiger - schliesslich verbrachten wir diese im Zug in Richtung Klingnauer Stausee. Trotzdem liessen wir das beobachten nicht sein und so wurden nach und nach weitere Arten wie Silberreiher, Mittelmeermöwe und Türkentaube angekreuzt.

Den Klingnauer Stausee erreichten wir naturgemäss erst am späteren Nachmittag – nun musste also alles schnell gehen, wollten wir unsere beiden Ziele, die 100er Marke knacken und im vereinsinternen Wettkampf die Nase vorn haben, erreichen. Und glücklicherweise folgten auch, auch dank vielen Enten- und Limikolenarten, viele weitere Kreuze auf unserer bereits rund 70 Arten enthaltenden Liste.

Nachdem wir gegen Abend eine kurze Flaute ohne neue Arten überstanden hatten, folgten noch für das Endergebnis wichtige Arten wie Flussregenpfeifer, Fischadler und Kernbeisser, welche unsere Artenliste auf insgesamt 106 Arten vergrösserte. Einen durchziehenden Falken konnten wir mangels Licht jedoch nicht mehr sicher bestimmen. So blieb es bei diesem für uns sehr zufriedenstellenden Ergebnis.

 

Bericht Bebbi Babbler 2

Diesmal ging es bereits am Freitag nach der Schule los. In Basel trafen wir uns gemeinsam mit den Bebbi Babbler 1 für die Reise nach Guttet, oberhalb von Leuk. Dort angekommen marschierten wir nach einer kurzen Heuschreckensuche in Richtung Oberu los. Etwa in der Hälfte des Weges stoppten wir, stellten unsere Zelte auf und grillierten Würstchen. Mit vollem Magen probierten wir unser Glück während eines nächtlichen Spaziergangs. Jedoch blieb unser erstes Kreuzchen noch aus.

Früh am Samstag Morgen packten wir unsere Zelte zusammen und liefen weiter Richtung Oberu. Nach einer ganzen Weile hörten wir endlich unsere erste Art: einen Kolkraben. Dann ging alles sehr schnell: Die Morgenndämmerung machte sich bemerkbar, vertrieb die Stille im Wald und die Leere auf unserer Artenliste. Für ein gutes Vorankommen belohnete uns ein Steinadler von seiner schönsten Seite in Oberru. Doch wie es beim Bird Race üblich ist: Kaum ist man angekommen, muss man schon wieder gehen. So liefen wir das Waldbrandgebiet hinunter, wo wir ein paar wichtige Arten wie Weidenmeise, Tannenmeise und Wespenbussard etndeckten. Leider hatten unsere direkten Konkurrenten, die Bebbi Babbler 1, den Zitronenzeisig auf ihrer Liste und lagen daher eine Art vorne. Die Zeit verging und wir mussten schlussendlich den Hang nach unten hetzen, um den Bus in Brentjong noch zu erwischen. Den Bus erwischten wir, nicht ohne auf dem Weg noch Klappergrasmücke und Fitis mitzunehmen. In Leuk angekommen liehen wir uns Velos und fuhren zu den Teichen auf dem Leukerfeld. Dort ergänzten wir unsere Liste mit Arten wie Nachtreiher, Neuntöter und Steinschmätzer.
Mit dem Zug ging es weiter Richtung Klingnauer Stausee. Von wegen Erhohlung: Zugbirden ist wichtig bei einer so langen Zeit mit dem ÖV. Arten wie Rotmilan, Türkentaube und anderes sind wichtige Lückenfüller, Seitenverteilung und Springer machen sicher das drei Leute die Art gesehen haben. Leider konnten wir dieses Jahr die Saatkrähe nicht entdecken. Trotzdem war unsere Taktik besser: Wir hatten am Ende mehr neue Arten aus dem Zug gesehen als die Bebbi Babbler 1, unter anderem Silberreiher und Star (die sie aber beide wieder aufholten...). Am Klingnauer Stausee machte unsere Artenliste nochmals einen Sprung nach vorne. Bekassine, Eisvogel, Wasserralle, Sichelstrandläufer, Flussregenpfeifer und viele weitere Arten fanden den Weg auf unsere Liste. Schon auf dem Rückweg wollte auch der Fischadler noch ein Kreuzchen. Im Zug zurück nach Basel zählten wir unsere Arten zusammen und waren mit unsern 105 Arten komlett zufrieden.

von Stefan

 

Beringung am Alpenseglerschlafplatz, 18.09.13

Sehr spontan trafen wir uns pünktlich 19:00 am Barfüsserplatz um am Schlafplatz der Alpensegler zu beringen.

 

Wenig Alpensegler flogen in den für uns zugänglichen Teil der Kolonie ein, aber wir hatten trotzdem alle Hände voll zu tun. Neben einigen neu beringten Alpenseglern konnten wir auch einige Wiederfänge machen.Die Alpensegler können mit sich mit ihren scharfen Krallen und kräftigen Füsschen gut festhalten. Dies nicht nur am Holz und an Wänden der Kolonie, sondern zu unserem Leidwesen auch an unseren Händen. Ein Alpensegler war aber so zahm, dass er in der hohlen Hand einschlief.

 

Der einzige Junvogel, den wir im Sommer lebend gefunden hatten, scheint es geschafft zu haben. Somit hatte es zumindest keinen Totalausfall in diesem Sommer.Interessant ist das Nistmaterial welches in einigen Nestern verarbeitet wurde: Neben einigen grün gefärbten Federn und Strassentaubenfedern fanden wir eine Feder, die am von einem Sperber zu scheinen stammt. 


Schon bald machen sich die Alpensegler auf die Reise gegen Süden.
Wir wünschen ihnen dabei viel Glück!

von Valentin

Abschlussabend, 15.12.13

Eine motivierte Gruppe Juggendgrüppler traf sich wie immer am Bahnhof, um an diesem schönen Wintertag vor dem Abschlussabend noch zu schauen, was  es lokal zu beobachten gibt. Von der Endstation 8er machten wir uns auf Richtung Herzogenmatt, einem kleinen Naturschutzgebiet im Allschwiler Wald. Von dort aus gingen wir dann über die Ziegelei Allschwil zu Valentins Haus für den Abend.
Schon im Tram machten wir uns Gedanken über die Artenzahl: Von 16-38 Arten reichten die Vermutungen. Beim Anblick von Sperber, sowie Gänsesägern und anderen Wasserbewohnern am Allschwiler Weiher, musste der erste schon einsehen, dass er mit seiner Vermutung wohl zu tief lag...

Mit Erlenzeisigen, Distelfinken und Ringeltauben gesellten sich bald auch die ersten typischen Wintergäste sowie "Ausharrer" auf die Artenliste. Mit 28 Arten machten wir uns dann auf den Weg nach Allschwil. Endlich fanden wir einen Mittelspecht in einem alten Obstbaum, und bald darauf verwirrte noch ein zweiter Sperber einige Jugendgrüppler, die unbedingt noch mehr Arten sehen wollten und ihn zuerst als Turmfalken bestimmten.
Bei Valentin konnten wir uns kurz aufwärmen, bevor das Abschlussquiz startete: Dieses Jahr auch mit Federn und Stimmen! Nach dem Essen und dem zweiten Teil mit Bildern bewies Samuel, das es sich lohnt, am meisten zu kommen, und konnte sich den ersten Preis für das Quiz aussuchen. Auch alle andern zeigten ihr bestes, Fabrice, Milan, Dominic, Jaro, Nicolas und Sylvain.
Bis ins nächste Jahr, schöne Weihnachten und ein guter Rutsch!
von Valentin