Altrhein Wyhlen mit der JG Reinach, 18.01.2014

Zusammen mit der Jugendgruppe aus Reinach besuchten wir heute den Altrhein in Wyhlen. Trotz der milden Temperaturen in diesem Winter konnten wir verschiedene  Entenarten beobachten. Wir versuchten uns in der Altes- und Geschlechtsbestimmung bei den Pfeifenten und entdeckten unter den anwesenden Rostgänsen eine holländische Rostgans mit Halsring und eine Graukopfkasarka - ein Gefangenschaftsflüchtling und eine Verwandte der Rostgans aus dem südlichen Afrika.

Little Brown Birds, 22.01.2014

Den Abend des 22. Januars nutzten wir für einmal nicht, um draussen Vögel suchen zu gehen, sondern um drinnen etwas Theorie zu "büffeln". Mit den sogenannten Little brown birds (= "kleine braune Vögel") sind die Gruppen der Laubsänger, Schwirle, Rohrsänger, Spötter und Grasmücken gemeint. Bei den vielen verschiedenen, aber oberflächlich meist ähnlichen Arten ist Verwirrung oftmals garantiert. Wir sind neugierig ob der Kurs geholfen hat hier einen Überblick zu gewinnen und warten gespannt auf die Rückkehr der "LBBs" im Frühling um unser Wissen zu testen:-)

Jungornitreffen an der Vogelwarte in Sempach, 09.02.2014

Ans Jungornitreffen der Vogelwarte kommen junge Vogelbegeisterte aus der ganzen Schweiz. Die Basler Gruppe wurde ergänzt durch Flurin Leugger, der dieses Jahr den Bilderwettbewerb der Vogelwarte mit dem wunderschönen Bild einer Waldohreule gewann. Neben kleinen Vorträgen über die Arbeiten, Fotos und Aktivitäten der anderen Jungornis, bekammen wir eine Einführung in die Altersbestimmung von Grossmöwen. Das Quiz war dann die Möglichkeit zu zeigen das gute Jungornis aus Basel kommen! In der Katogerie der unter 16-jährigen gewann Sylvain den vom Fotolade Rössli gesponserten Feldstecher, Milan holte sich den zweiten Platz, und Nicolas war auch nicht weit vom Podest entfernt!!! Ganz herzliche Gratulation an diese drei!!!!


Am Nachmittag nahmen wir an der Tagung der Vogelwarte teil. Stundenlang Vorträge anzuhören ist anstrengend, aber lehrreich. Flurin konnte seinen Preis, eine Top-Kamera von Canon, entgegennehmen.
Wir konnten viele Kontakte zu anderen Jungornis knüpfen und die Jugendgrüppler konnten zeigen das sie auch national nicht zu unterschätzen sind! Alles in allem ein spannender Tag und wir freuen uns bereits auf den nächsten im Jahr 2015!

Die Bebbi Babbler im Internet!

Die Homepage "Youth Birders Network" hat einen Artikel über uns veröffentlicht! Hier findet ihr den Bericht: http://ebird.org/content/ybn/news/bebbi-babbler/

Gute Lektüre und vielen Dank an Valentin!

 

Klingnauer Stausee, 16.02.2014

Um 08:40 Uhr geht es los an den Klingnauer Stausee. Nach kurzer Zeit hören wir einen Schwarzspecht, der sich schön auf einem dürren Ast präsentiert.

 

Die nächste spannende Art ist ein Kleinspecht. Bald kommen dann Löffel-, Schnatter-, Pfeif-, Krick- und Spiessente auf die heutige Artenliste. Im ''Gippinger Grien'' konnten wir dann noch Sumpfmeise und Mittelspecht beobachten und so gingen wir schlussendlich mit 61 Arten nach Hause.
von Samuel

Eulensuche, 22.03.2014

Sechs behelmte und motivierte Jugendgrüppler starteten am späten Nachmittag Richtung Elsass.
Schon bald hörten wir erste Zurückkehrer wie Feldlerche, Girlitz und Zilpzalp. Ohne Probleme kamen wir voran, bis kurz vor dem Ziel. Eine Abzweigung muss falsch gewesen sein, das Resultat: Velos stossen auf irgendeinem schlammiger Waldweg. Dummerweise fing es auch noch an zu regenen und zu winden. Als wir uns neu orientiert hatten (so falsch waren wir gar nicht...), trafen wir auch bald im vielversprechendem Gebiet ein. Dem gewünschten (und verdienten) Vogel war es aber aber zu windig, zu nass oder er war gerade nicht dort, jedenfalls hat er sich nicht gemeldet. Durch den Zeitverlust mussten wir realtiv schnell weiter. Immerhin liessen sich noch Reh, Dachs und Marder blicken. Auch die Kröten-und Froschmigration war im Gange. Dies war leider spätestens bei einem Strassenabschnitt unübersehbar, der regelrecht gepflastert war von verschiedenen Krötenteilen. Mittlerweile war die Temperatur mit 5 Grad so tief, dass die Amphibien sich nur noch sehr langsam bewegen konnten, was für eine Strassenüberquerung nicht sehr lebensfördernd ist. Immerhin konnten wir noch ein paar Erdkröten und einen Grasfrosch vor den Autos retten.
Weil trotz Amphibien und einigen Säugetieren ein Vogel noch schön gewesen wäre, probierten wir es noch bei einem Waldohreulen-Standort. Doch auch dieses Pärchen blieb dieses Mal stumm. 
Eine Eulensuche ohne Eulen, auch das gibt es - leider... Hoffen wir, dass eine gewisse Eulenart sich bald einfacher in der Region beobachten lässt und wir das nächste Mal mehr Wetter- und Eulenglück haben. 
von Valentin

Flachsee Unterlunkhofen, 06.04.2014

Den Flachsee bei Unterlunkhofen haben wir bisher noch nie an einem Bebbi Babbler Anlass besucht. Es wurde also höchste Zeit, dieses spannende Gebiet endlich einmal genauer anzuschauen - schliesslich werden hier immer wieder Seltenheiten entdeckt!

 

Entgegen unseren Erwartungen waren noch nicht allzu viele Zugvögel da - so hörten wir nur gerade einen singenden Fitis. Dafür war bei den Kiebitzen und Flussregenpfeifern relativ viel los und wir konnten Verfolgungsflüge, Abwehraktionen gegen Mittelmeermöwen und Paarungen beobachten. Weitere anwesende Limikolen waren Waldwasserläufer sowie je ein Kampf-, Alpenstrand- und Flussuferläufer.

 

Als gegen Mittag kurz etwas Langeweile aufkam, führte der Wetterumschwung plötzlich dazu, dass Greifvögel zu ziehen begannen - trotz genauestem Absuchen konnten wir jedoch unter den zahlreichen Mäusebussarden, Schwarz- und Rotmilanen, Sperbern und Weisstörchen keine "speziellen" Arten entdecken.

 

Nach einem Tag mit vielen Beobachtungen erreichten wir schlussendlich am späten Nachmittag (und nach vielem Umsteigen - allzu gut erreichbar ist der Flachsee leider nicht) wieder Basel. Mit im Gepäck: abwechslungsreiche Beobachtungen und Kenntnisse über ein neues Gebiet.

 

Von Flüh nach Rodersdorf, 04.05.2014

An diesem schönen Sonntag suchten wir lokale Brutvögel zwischen Flüh und Rodersdorf.
Nachdem wir uns im Tram die neusten Bilder und Beobachtungen gezeigt hatten, konnten wir schon bald oberhalb von Flüh einen Gartenrotschwanz singen hören und dann schön auf seiner Singwarte sehen. Dann suchten wir rund um die Landskron, eine mitteralterliche Burg, den Berglaubsänger. Nach einigem Suchen bekam wir seinen schwirrenden Gesang zu hören und konnten den Vogel in der Krone der Eichen auch ausmachen. Auf der Landskron machte uns dann der Wind die Hoffnung auf Wespenbussarde und co zunichte, ein kleiner Trost war eine weit weg fliegende und dann sitzende Hohltaube und ein noch weiter weg fliegender Wanderfalke. Immerhin konnten wir den Ausblick über das Leimental Richtung Basel und über die ersten Jurahügel geniessen.

Später, auf dem Weg Richtung Leymen, kamen wir dann doch noch in den Genuss eines frühen Wespenbussardes, der zusammen mt einem gut vergleichbarem Mäusebussard und einem Baumfalken im Aufwind kreiste. 
Schon bald wurde es heiss, die Vögel wurden zunehmend ruhiger und das Knurren unserer Mägen war langsam sowieso gut hörbar. Ein paar Schwarzkehlchen weiter suchten wir in Rodersdorf daher eine Feuerstelle. Nach einem gutem Essen, und noch besserem Austoben (die armen Tannenzapfen wussten nicht mehr was mit ihnen geschieht...) suchten und fanden wir auf dem Rückweg nach Rodersdorf noch ein Fasanenmännchen. Bei Nicolas konnten wir uns dann noch einmal verpflegen, gruben seine Frösche aus ihrem Terrarium aus und machten uns dann auf den Heimweg.

Einige lokale Besonderheiten und ein schöner Tag zusammen in der Nähe von Basel waren eine gute Einstimmung auf das Pfingstlager.

von Milan/Valentin

 

Pfingslager Bedrettotal, 07-09.06.2014

Die Vogelwarte macht von 2013-2016 Erhebungen für einen neuen Brutvogelatlas. Hierzu wurde die ganze Schweiz in 10x10 km Quadrate aufgeteilt. In einigen Teilgebieten dieser Quadrate wird kartiert, aber es werden auch ausserhalb dieser Teilgebiete alle möglichen Brutvogelarten gesucht. Da in den Alpen durch weniger Bewohner/Birder oftmals Meldungen fehlen, machten die Bebbi Babbler sich dieses Jahr auf in das Quadrat 68/15. In diesem Quadrat befindet sich der grösste Teil des Gotthardpasses, sowie das Bedrettotal von Airolo bis Ronco. 
Während unserem Pfingstlager suchten wir in diesem Atlasquadrat noch nicht nachgewiesene Vogelarten oder solche Arten, von denen es erst wenige Nachweise gab. So teilten wir uns in Airolo in zwei Gruppen auf: Gruppe1 = Valentin, Sylvain, Samuel und Jaro dem Fluss entlang, mit dem Ziel Flussuferläufer und Karmingimpel zu finden, beides Arten wo aktuelle Nachweise fehlen. Gruppe 2 = Raffael, Frederik, Milan, Dominic und Nicolas im Wald und am Waldrand um Airolo mit Ziel Neuntöter, Grauschnäpper und evtl. Dreizehenspecht zu finden. Die Gruppe 1 nahm alles Gepäck (auch das von Gruppe 2) mit in den Bus und fuhr nach Ossasco, wo wir es im Gebüsch versteckten. Mit ersten atlasrelevanten Arten wie Türkentaube, Blaumeise und Schwanzmeise überquerten wir den Fluss und liefen stromaufwärts. Leider blieben Arten wie Flussuferläufer oder andere Seltenheiten aus, doch dafür fanden wir Kiefernschwärmer (ein sehr grosser Nachtfalter). Mit weiteren Vögeln wie Wasseramsel, Steinadler, Gartengrasmücke, Heckenbraunelle und Tannenhäher machten wir uns auf den Rückweg. Zurück gingen wir durch den Wald, wo wir auf Grauschnäpper, Fichtenkreuzschnabel, Gimpel etc. hofften. Doch leider war nicht sehr viel los und so trafen wir ohne weitere neue Arten die Gruppe 2, die eingekauft hatte. Das Essen wurde in die Rucksäcke gestopft und wir machten uns auf den Weg zu unserem Camp. Nach einem ca. 2-stündigen Fussmarsch kamen wir an und machten erschöpft ein Feuer, wo wir dann mit dem Wasser des benachbarten Bergbaches Spaghetti kochten. Dann wurden die Zelte (4 Stück) aufgebaut und von der Reise erschöpft schliefen wir ein.

von Samuel/Valentin

 

Am zweiten Tag hiess es früh aufzustehen, da wir in höheren Lagen nach Steinhuhn, Steinrötel und andere Spezialitäten suchen wollten. Nachdem wir unser Morgenessen am Feuer beendet hatten, ging es sogleich los. Schon nach einem kurzen Aufstieg motivierte uns ein potenzielles Birkhuhn Habitat zum genauen Absuchen. Tatsächlich hörten wir schon bald das Kullern eines Birkhahns. Fast gleichzeitig konnten wir auch einen ersten Trupp Klappergrasmücken entdecken, die sich lange in den Rhododendren blicken liessen. Valentin war unterdessen weiter gegangen und entdeckte den Birkhahn. Als er abflog konnten wir ihn auch kurz durch die Bäume fliegen sehen. Mit dieser schönen Beobachtung ging es weiter bis zur Baumgrenze. Heckenbraunelle, Braunkehlchen, Zaunkönig, Feldlerche und weitere Klappergrasmücken liessen sich nun auch akustisch bestimmen. Auf einem Steinblock konnten wir auch den ersten Bergpieper finden, eine Art, die uns noch oft begleiten sollte. Die Ringdrossel kam auf unsere Artenliste dazu und Frederik konnte ein entferntes Alpenschneehuhn hören. Als wir einen geeigneten Hang mit Geröll fanden, begannen wir mit dem grossen Absuchen nach unseren Zielarten. Schon bald konnten wir Hausrotschwanz und Steinschmätzer sehen, doch das gesuchte Steinhuhn wurde nicht gefunden. Jaro entdeckte und in der Ferne einige Schneesperlinge und dann kam auch schon das erste grosse Highlight: Raffael rief uns zu seinem Fernrohr und wir konnten einen wunderschönen Steinrötel sehen, der typischerweise auf einem Steinblock sass. Als wir ihn nicht mehr finden konnten, entschieden wir uns den Hang zu besteigen. Mittlerweile war es warm geworden und die Hoffnung auf das Steinhuhn war unterdrückt. Kurz: Es war der ideale Zeitpunkt für eine Schneeballschlacht im grösseren Rahmen. Natürlich waren die Leiter gegen die Jugendgrüppler und am Schluss waren beide überzeugt den Gegner gnadenlos geschlagen zu haben, aber man "einigte" mit Hilfe von Rafael auf einen Sieg nach Punkten für die Leiter. Nun gingen wir in höhere Lagen und versuchten nochmals ein Huhn zu entdecken. Nach kurzer Zeit schienen wir tatsächlich ein Alpenschneehuhn entdeckt zu haben. Da es aber schneeweiss war und dies nicht zur Jahreszeit passte, war es aber nicht zählbar. So folgte der lange Abstieg. Im Wald haben wir noch ein Birkhahn aufgescheucht, der neben dem Weg versteckt war. Am Nachmittag hiess es ausruhen, da wir nach dem deliziösen Risotto noch eine kurze Nachtsuche starteten. Diese war zwar nicht weiter erfolgreich, doch wir konnten mit Bildern einer wunderbaren alpinen Landschaft und dessen Vogelwelt in den Schlafsack hüpfen. von Sylvain/Dominic

 

Am dritten Tag standen wir noch früher als an den Tagen 1 und 2 auf. Nach einem warmen Tee kurz nach 4 Uhr konnten wir um 5 Uhr Richtung Hühnergebiet loslaufen. Die erste Top-Art waren zwei Birkhühner. Danach war eine kurze Durstphase zu überstehen. Bei dem dritten Birkhuhn entdeckten wir dann noch Braunkehlchen, Baumpieper, Zilpzalp und Berglaubsänger. Nach einem längeren Aufstieg folgten sogar noch Steinrötel und Feldlerche. Die Feldlerche war auch altlasmässig wichtig, da wir erst zwei Nachweise aus einem anderen Gebiet hatten. Dann begann der Aufstieg ins Steinhuhngebiet. Nach einer anstrengenden Wanderung machten wir eine Schlaf-und eine Suchpause. Doch leider fanden wir kein neues Huhn mehr, dafür streckte ein imposantes Steinbock-Männchen seine Hörner auf einer Krete auf der anderen Talseite in die Luft. Schön am singen waren auch Steinschmätzer und Alpenbraunellen. Der Abstieg ging dann etwas schneller weil wir eher die Schneefelder hinunter rutschten als gingen. Unten wurden dann die Zelte gepackt und gegessen, bevor wir in grosser Hitze hinunter ins Dorf wanderten. Dort nahmen wir den Bus und dann den Zug Richtung Norden. Schlussentlich kamen wir mit einer guten Artenliste und sehr müden Beinen in Basel an.

von Jaro/Valentin

Alpenseglerkolonie, 26.06.2014

Dieser erste Besuch in der Kolonie zeigte uns ein besseres Bild als letztes Jahr. Es hat mindestens 8 Nester mit Jungen und noch ein paar mehr mit Eiern.
Zum Teil waren die Altvögel am Brüten und blieben sehr ruhig während wir die Nester und Jungen zählten. Der Alpensegler scheint zur Polsterung des Nestes in der Luft herumfliegende Sachen zu brauchen. So finden sich viele Plastikteile in einigen der neueren Nester, neben Federn von den unterschiedlichsten Vogelarten. Der Befall an Lausfliegen war weiterhin hoch, bis zu 18 pro Nest, die meist drei Junge haben. Wird sich daran etwas ändern wenn wir die Kolonie putzen? 


Alpenseglerkolonie, 17.07.2014

Ich war das erste Mal bei der OGB-Jugendgruppe dabei und noch nie so nahe bei Vögeln, wie mit Nicolas und Raffael. Ich konnte selber Jungvögel in den Händen halten und bei der Beringung helfen. Manchmal gelang es mir, die Vögel in ihrer Angst etwas zu beruhigen. Neben vielen gesunden Jungvögeln fanden wir auch  zwei tote junge Alpensegler - einer noch ganz klein - der andere Jungvogel war schon etwas grösser und war im Juni beringt worden. Ich bekam den Ring des toten Vogels und wir befestigten ihn an meinem Fernglas. Ich habe an diesem Nachmittag viel gelernt und fand es super toll, auch wenn es in der Alpenseglerkolonie schon sehr schmutzig ist:-) Ich komme gerne auch am nächsten Anlass und hoffe all die andern Jugendlichen kennen zu lernen!

von Pius

Raubmöwensuche Bodensee, 31.08.2014

Unsere Bodenseeexkursion verlief nicht ganz nach unseren Wünschen: Voller Vorfreude fuhren wir bis nach Romanshorn, wo wir Boote mieteten und auf den Bodensee fuhren. Das Ziel: Raubmöwen!

Doch diese liesen sich überhaupt nicht blicken und so merkten wir schon bald,dass die Highlights des Tages eher nicht ornithologischer Natur sein würden. So wurde der Birdertag zum Spasstag. Wir fuhren also nach einigen scharfen Kurfen nach Romanshorn zurück. Dort hatte es  - Slowup sei Dank - eine Hüpfburg, auf der wir uns trotz strömendem Regen so richtig austobten. Die Rückfahrt erfolgte dann mit Heliumbalönen und damit verbundenen Quitschstimmen im Kinderabteil.

von Jaro

Birdrace 2014, 05.-06.09.2014

Auch dieses Jahr waren wieder zwei Bebbi Babbler Teams beim Birdrace! Was jedoch neu war: Statt gemischten Gruppen machten wir diesmal ein Leiterteam und ein Jugendteam - letzteres konnte so auch in der Kategorie der U18-Teams starten.

 

Die Routen: Das Jugendteam (Sylvain, Milan, Samuel, Jaro und Dominic) besuchte unter anderem den Klingnauer Stausee und Leuk. Durch verschiedene kurzfristige Planänderungen beobachtete das Leiterteam (Valentin, Nicolas, Nicolas Strebel und Dominic Bürgi) schlussendlich statt auf der usprünglich geplanten Route (Leuk - Seeland/Fanel) im Seeland und ebenfalls am Klingnauer Strausee.

 

Mit 103 (Jugendteam) resp. 107 beobachteten Arten war auch das diesjährige Birdrace ein voller Efolg und besonders der 2. Platz unter den Jugendteams ist natürlich spitze!!!

 

Zuerst der Bericht des Jugendteams:

Kurz vor neun kontrollierten wir den Waldkauzort auf dem Bruderholz. Zwei Individuen waren sehr aktiv und Hoffnung auf eine kürzere Nachtexkursion und etwas mehr Schlaf stieg auf. Da wussten wir noch nicht wie es weitergehen sollte… Punkt neun konnten wir schlafende Weissstörche sehen und das erste Häkchen machen, doch der Waldkauz blieb uns trotz mehrstündiger intensiver Suche verwehrt, schade!  Die späte Exkursion wurde gefolgt von einer sehr kurzen Nacht, um dann, etwa um vier Uhr, in den Zug Richtung Klingnauerstausee zu steigen. Vor Sonnenaufgang begann das Vogelkonzert und die Artenliste begann sich mit den gewöhnlichen Arten zu füllen. Amsel, Rotkehlchen und die etwas schwierigere Mönchsgrasmücke waren erste Arten. Bekassinen und eine quickende Wasserralle waren auch schon bald registriert. Dichter Nebel machte es uns schwer Wasservögel auf Distanz zu sehen und so konzentrierten wir uns auf die Hecken, welche uns auch rasch Trauerschnäpper, Gartengrasmücken und Klappergrasmücke einbrachten. Die Motivation hielt sich in Grenzen bis wir mit Sichelstrandläufer, Trauerseeschwalbe, Zwergmöwe und zwei Rothalstaucher auch einige wenig häufige Wasservögel hatten. Vollständig zufrieden gaben wir uns aber nicht und so stand ein Abstecher im Gippinger Grien auf der Liste. Belohnt wurden wir mit dem erhofften Mittelspecht, rufenden Schwanzmeise und Kernbeisser. Im Eiltempo mussten wir nun zurück nach Kleindöttingen. Fotopausen und hoffnungsvolle Blicke auf die Wasserfläche versorgten uns mit dem traditionellen Birdrace-Abfahrt-nicht-verpassen-Stress. Aber dies wurde mit Knäkenten und einer Pfeifente ausbezahlt, auch eine rufende Rohrammer, Neuntöter und eine männliche Rohrweihe erfreuten uns. Pünktlich konnten wir in den Bus steigen. Dabei war Skywatching angesagt, welches aber nicht einmal den obligatorischen Wespenbussard einbrachte, der auch im weiteren Verlauf des Tages fehlen sollte. Aus dem Zug mussten wir eifrig nach der Türkentaube suchen, die wir glücklicherweise auch fanden. In Bern konnten wir Felsenschwalben erwischen und eine grosse Wolke von Saatkrähen beschaffte uns ein weiteres Kreuzchen. Im Wallis war sofort ein kleiner Abstecher mit den Velos ins Leukerfeld angesagt. Schwarzkehlchen, Steinschmätzer, Schafstelze und Gartenrotschwanz waren Spezialitäten und machten die eher stressige Sache lohnend. Mit einem Bus ging es ab nach Guttet. Hier rannten wir den Hang hoch,  um in den Nadelwald zu kommen. Dies brachte uns noch die erhofften „Bergmeisen“, Waldbaumläufer, Tannenhäher, einen überfliegenden Baumfalken und eine nicht identifizierbare Vogelstimme (Kreuzung Ortolan x Haselhuhn?:-)).  Rennend ging es wieder runter. Nun startete ein Wettkampf gegen die sinkende Sonne. Wir wollten unbedingt vor Sonnenuntergang in Brentjong sein, somit war jede Minute wertvoll. Nur ein Wintergoldhähnchen, was neu auf der Liste war, liess uns auf dem Abstieg nochmals warten. Die Hundertergrenze war geknackt! Die Zippammern und eventuell Zitronenzeisige erhofften wir in der Waldbrandfläche zu finden - das Ergebnis: kein Vogel. Folglich stand ein „dramatischer“ Schlussspurt an. Rufe: weit entfernt und hoch oben. Eine grosse Gruppe lauter Alpensegler, sorgte für eine angebrachte Stimmung. Auch der bekannte Ort der Zaunammer enttäuschte nicht. Prompt wurden wir belohnt. Die Dunkelheit brach langsam ein und wir erwarteten keine neuen Arten. Umso glücklicher waren wir dann über einen Trupp Zippammern, die sich in den wilden Hecken offenbar wohl fühlten. Nun war aber wirklich Schluss und die Zugfahrt erfolgte nach dem Essen in einer seltenen Bebbibabbler’schen Stille. 103 Arten, bei der ersten Teilnahme als Jugendteam - eine hocherfreuliche Leistung. Für nächstes Jahr steht fest: Rekord knacken! An dieser Stelle einen grossen Dank an Martin Eichhorn, der uns begleitet hat.

 

 

Und hier noch der Bericht des Leiterteams verstärkt von Dominic Buergi und Nicolas Strebel:

 

Von Elefanten und ein paar Vogelarten


Team: Dominic Buergi, Nicolas Martinez, Valentin Moser, Nicolas Strebel

Route: Basel-Krümmi-Chablais de Cudrefin-Klingnauer Stausee

 

Mit einem kurzfristig geänderten Team konnten wir am Freitag in Basel starten. Mit einem Abstecher in die Grün 80 hofften wir auf erste Arten. Jedoch hatten wir kein Glück mit Kolbenente und Waldkauz, nur ein paar müde Enten und Stare, sowie andere Nachtschwärmer genossen den, zumindest für sie, ruhigen Abend. Nachher radelten wir zurück nach Basel zu einem etwas spezielleren Schlafplatz: Und tatsächlich, auf dem Baum über den lärmenden Elefanten im Zolli versuchten zwei (wilde) Weissstörche zu schlafen.
Für uns blieb wenig Zeit zum Schlafen, schon früh am Morgen stiegen wir in den Zug Richtung Kerzers/Krümmi. Kaum angekommen, kamen die Arten wie auf uns zugeflogen: Girlitz, Gartenbaumläufer und Kuckuck waren erste schwierige BirdRace-Arten. Auch die Krümmi zeigte sich von ihrer schönen Seite: Vier Grasmückenarten, Rohrammer, Hohltaube und der dieses Jahr häufige Neuntöter zeigten sich im Morgenlicht. Nachdem wir auf dem Weg Richtung Chablais de Cudrefin auch noch Haubenmeise und Fichtenkreuzschnabel aus dem Wald kitzeln konnten, waren wir singvogelmässig schon fast komplett. Auf dem Dam dann die Entäuschung: Von den erhofften Limikolenarten liessen sich nur deren drei blicken. Auch sonst war es sehr ruhig auf dem Dam. Konsequenterweise war die letzte Etappe der Tour de Seeland Fanel-Ins die schnellste, das Ziel war der Zug nach Zürich und Döttingen.
Am Klingnauer Stausee hatten wir nochmal einen Artenschub: Wasserralle, Knäckente, Sichelstrandläufer, Rothalstaucher und Zwergmöwe waren nur einige der neuen Arten. Hohe Erwartungen hatten wir auch ans Gippinger Grien: Noch hatten wir nur zwei Spechtarten, aber es flogen neben Kernbeisser nur wenig motivationsfördernde Stechmücken. Wespenbussard, Fischadler, Sperber und Uferschwalbe beflügelten uns gegen Abend. Mit den Abendseglern kam aber auch langsam die Dämmerung und so machten wir uns müde auf den Heimweg. Vom Elefanten im Zolli über einer Tour de Seeland, bis zum Abendsegler und irgendwie noch 107 Vogelarten dazwischen, es war ein ereignisvolles BirdRace. 

http://www.birdlife.ch/de/content/bird-race-0

-> Siehe Bild: Das Bebbi Babbler Bird Race Team beim Beobachten in Leuk:-)




Zugvögel in Liestal, 21.09.2014

An diesem Sonntag besuchten wir den 30 Meter hohen Aussichtsturm in Liestal. Bei einer super Aussicht warteten wir gespannt auf die ersten vorbeiziehenden Arten. Nach einer Weile zeigten sich Arten wie Sperber, Baumfalke, Fichtenkreuzschnabel und Kernbeisser. Kurz vor Mittag zogen dann noch einige Trupps Rotmilane in geringer Distanz am Turm vorbei. Der bereits erwartete Wetterumschwung traf um etwa 12 Uhr ein und wir verließen den Turm, um uns mit einem Mittagessen zu stärken. Trotz Regen schafften wir es ein Feuer zu machen (!), um unser Brot zu toasten und Würste zu braten. Gestärkt und bei wieder schönen Wetter erklommen wir ein zweites Mal den Turm. Am Nachmittag zeigten sich wieder Arten wie Sperber und Baumfalke. Nach kurzer Zeit machten wir uns dann auf den verfrühten Heimweg. Nach dem offiziellen Programm gingen noch einige Bebbi Babbler nach Rodersdorf, um dort die gelbköpfige Schafstelze (M.f. flavissima/lutea) anzuschauen, welche Nicolas entdeckt hatte. Ca. eine Stunde später gingen schlussendlich auch die letzten Jugendgrüppler mit zufriedener Miene nach Hause.

von Stefan

September 2014: Gelbköpfige Schafstelze in Rodersdorf!

Am 21. September 2014 entdeckte Nicolas ein gelbköpfiges Schafstelzen-Männchen in Rodersdorf. Die Merkmalskombination von breitem, rein gelben Überaugenstreif, intensiv gelber Kehle ohne weisse Kanten, olivgrünem Scheitel, Ohrdecken und Nacken ohne graue Federn weist auf eine Schafstelze der britischen Unterart flavissima (oder allenfalls auf die ähnlich gefärbte Unterart lutea aus Asien). Der Nachweis wurde von der Schweizerischen Avifaunistischen Kommission akzeptiert - es handelt sich um den erst 5. Herbstnachweis einer solchen Schafszelze in der Schweiz.

Mehrere Bebbi Babbler konnten die Schafstelze am frühen Abend nach der eigentlich geplanten Exkursion nach Liestal noch beobachten. Am nächsten Tag war die Stelze jedoch nicht mehr zu finden, sie ist wohl weitergezogen.

Schafstelze mit Merkmalen der Unterarten flavissima/lutea. 21. September 2014 (Bild: Nicolas)
Schafstelze mit Merkmalen der Unterarten flavissima/lutea. 21. September 2014 (Bild: Nicolas)

Oktober 2014: Sibirischer Gast während den Ferien in Spanien!

Immer wieder kommt es vor das ein Vogel nicht dort gefunden wird, wo man ihn erwarten würde. Genau das macht das Beobachten zu einer sehr spannender Angelegenheit voller Überraschungen. Zum Beispiel: Wer würde schon auf einen winzigen Brutvogel Sibiriens im warmen Spanien, genauer in Katalonien, hoffen?
An diesem Tag unseres Familienurlaub stand eine kleine Wanderung im gebirgigen Naturpark Els Ports im Süden Kataloniens an - natürlich mit Feldstecher und Fernrohr ausgerüstet. Der Weg schlängelte sich durch urwaldähnliche Vegetation neben einem klaren Fluss. In den wilden Hecken tummelten sich einige häufigere Arten. Als ich eine kleine Bewegung bemerkte, richtete ich den Feldstecher sofort darauf. Ein kleiner unruhiger Vogel erschien. Nach einer kurzen Flugstrecke verweilte er einen Augenblick auf einem freien Ast: sehr klein, grünliche Grundfärbung, starker Überaugenstreif und: doppelte Flügelbinde! Nach einem Schockmoment, in dem meine „Bestimmungszentrale“ wohl ins Stocken geraten war, erkannte ich den Vogel klar als einen Gelbbrauenlaubsänger. Sofort rief ich Dominic herbei. Bei meinem Stichwort: „Eine Kategorie höher als Korallenmöwe“, tippte er aus unbekannten Gründen direkt auf die richtige Art!


Nun war das Feuer entflammt und der ornithologische Beobachtungsdrang nicht mehr zu stoppen.  Der Vogel war inzwischen unauffindbar im Buschwerk versteckt. So entschieden wir uns, hier zu warten, während unsere Eltern noch weiterwanderten. Eine erwartungsvolle Nachsuche startete. Geduld ist bei diesem oft kaum sichtbaren Vogel sehr wichtig, vor allem da dieses Exemplar keine Rufe äusserte (dies ist normalerweise die vielversprechendste Weise, die Art zu entdecken.) Wir teilten uns teilweise auf, die Kamera war stets bereit. Immer wieder stieg der Verdacht auf, ein Vogel befinde sich immer noch in der Hecke, doch erst nach fast einer Stunde wurde dieser Verdacht erhärtet. Ein winziger gelblicher Vogel mit weissem Bauch flog in einen Baum. Die Aufregung war gross. Kurz darauf konnte ich tatsächlich den seltenen Vogel gut sehen, vergesellschaftet mit einem Sommergoldhähnchen. Inzwischen scheuten wir auch keine nassen Füsse mehr - vom Fluss aus konnten wir den Vogel am besten sehen. Der Vogel zeigte sich zu unserer riesigen Freude plötzlich sehr aktiv und fing Insekten im Flug, ähnlich einem Schnäpper! Die Kamera klickte erstmals vergeblich, als der Vogel aber sehr nahe war und auch von Fabrice und Dominic gesehen worden war, gelang der wichtige Beleg. Sogar durch das Fernrohr konnte der ruhelose Zwerg bestaunt werden. Unglaublich! Im Himmel kreisten Gänsegeier und Fichtenkreuzschnäbel hielten sich nahe des Flusses auf. Ein Erlebnis das wir drei sicherlich nie nicht vergessen werden, schliesslich war es die wahrscheinlich aussergewöhnlichste Beobachtung in unserer bisherigen Orni-Laufbahn.


Wieder einmal wurde bestätigt: Es ist (fast) alles möglich. Ich freute mich diese aussergewöhliche Art in die Ferienliste aufnehmen zu dürfen und die Motivation für das Beobachten war nochmals gestiegen.

Dies war nicht die einzige Beobachtung des Gelbbrauenlaubsänger in Katalonien in diesem Jahr. Wie auch in anderen europäischen Ländern wurde ein starker Einflug festgestellt und es gelangen rund 20 Nachweise (www.ornitho.cat). Auch in der Schweiz ertönte der scharfe Ruf so oft wie noch nie bisher.

von Sylvain

Pflegeeinsatz, 08.11.2014

Wir fuhren mit dem Tram bis wir zum Büro von Nicolas Martinez, dort holten wir eine Leiter. Wir fuhren weiter und stiegen dann wieder aus. Nistkästen putzen ist heute angesagt! Wir liefen über Feldwege und Felder, bis zu den ersten Nistkästen. Wir fanden Meisen-, Spatzen- und ein Wespennest e.c.t. Nach ein bisschen Arbeit assen wir ein „Znüni“. Wir liefen weiter und suchten bei einem Bauernhof eine Schleiereule, doch leider ohne Erfolg. Wir hatten viel Spass und liefen auch an einer hohen Sitzbank vorbei. Nicolas Martinez hat bemerkt, dass er die Grillwürstchen zuhause vergessen hat. Daher rief er seiner Frau an, die uns dann die Grillwürstchen brachte. Im Wald haben wir grilliert, Kirsi Tee getrunken und mächtigen Spass gehabt. Später liefen wir weiter und kamen wieder zu Nistkästen. In einem kleinen Fluss suchten wir Feuersalamander, leider auch ohne Erfolg. Doch beim Nistkästen-putzen hatten wir viel Erfolg;). Noch ein bisschen später waren wir wieder bei einer Tramstation. Es war ein toller Tag und ich freue mich schon auf die nächste Exkursion (wie immer). von Dominic

Abschlussanlass, 07.12.2014

Für den traditionellen Abschlussanlass gingen wir diesmal zu Nicolas nach Rodersdorf. Nach einer heftig umkämpften Fussballpartie (mit eindeutigem Ergebnis: die sieben Jugendgruppenmitglieder fertigten die drei Leiter mit 6:2 ab...) folgte das traditionelle und knifflige Bestimmungsquiz: Insgesamt 25 Bilder mit Vogelarten aus Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten waren zu bestimmen. Mit beeindruckenden 22 richtig bestimmten Arten gewann Sylvain vor Samuel. Samuel konnte sich dafür mit dem Titel des "Meistteilnehmenden" schmücken.

 

Es folgten weitere Quizbilder von den Jugendgruppenmitgliedern selbst. Danach widmeten wir uns den Rest des Abends dem Birderfilm "Ein Jahr vogelfrei!". Dazu gab es Thaicurry, Chips und Popcorn.

 

Das neue Jahr kann kommen!!!

Dezember 2014: Ringelgans in Märkt!

Nach Mitternacht, sozusagen als letzte Seite des Abends, checkte ich wieder einmal faune-alsace, die Beobachtungen aus dem Elsass auflistet. Da stolpere ich über "Harelde boréale", ein mir unbekannter (französischer) Name, schnell gegoogelt, sind anscheinend 3 der schweizweit und regional noch viel seltener Eisenten am Märkter Stau, einem Ort den ich regelmässig besuche. Da ich diese Art noch nie in Europa gesehen hat, und zusätzlich in "Velo-Distanz", war nix mit Ausschlafen. 

 

Pünktlich am Sonnenaufgang am 26. Dezember war ich als erster Beobachter dort, bald habe ich auch die Eisenten am gegenüberliegenden französischen Ufer gefunden. Ziel erreicht, aber da das Licht noch schlecht war, und ich ausserdem die auch gemeldeten Samtenten noch nicht gefunden hatte, begann ich den Rhein abzusuchen. Plötzlich schwamm mir eine Gans ins Bild, ich bestimmte sie sofort als Ringelgans, knipste ein paar Bilder und schon war sie mit der Strömung hinter der Rheininsel verschwunden. Da der Ort mit den Streifengänsen und anderen Gefangenschaftsflüchtlingen berühmt - berüchtigt ist, freute ich mich nicht zu früh. Ich  radelte wie ein Verrückter auf die Rheininsel um zu sehen, ob die Gans auf der anderen Seite ans Ufer gegangen ist. Da war aber neben drei Brandgänsen und den Pfeifenten (die mich in diesem Moment aber herzlich wenig interessierten), nichts zu sehen! Doch schon bald flog sie an mir vorbei (erstes gutes Gefühl, sie kann fliegen!) und landet dann auf der französischen Seite (zweites gutes Gefühl, kein Ring!), um bald darauf zu fressen (drittes gutes Gefühl, weil sehr aufmerksam und unruhig!). Ich war mittlerweile ziemlich sicher ein Wildvogel zu sehen und begann die Beobachtung zu verbreiten, auch mit SBA. Ich machte noch ein paar Fotos, die mir später die Unterartbestimmung bernicla bestätigten, und schon bald flog die Gans wieder auf und drehte eine Runde Richtung Kembs, um dann auf dem Rheininselspitz zu landen.

 

Die Gans blieb auch später nicht lange dort und viele Beobachter verpassten sie leider - konnten sich aber immerhin mit Eisenten und Samtenten die Tränen trocken. 

Zum Eisenten fotografieren, kam ich gar nicht mehr...

Fazit: Es lohnt sich früh aufzustehen und immer wieder an den gleichen Ort zu gehen, weil irgendwann - da klappt es :)
von Valentin